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Kombi aus Topmax Deckentisch und Topec Modulschalung reduziert Bauzeit am FAZ-Tower

Kombi aus Topmax Deckentisch und Topec Modulschalung reduziert Bauzeit am FAZ-Tower

22. September 2021

Der Rohbau des neuen FAZ-Towers in Frankfurt ist fast fertig. Ein raffiniertes Deckenschalkonzept von Hünnebeck verschaffte der Bauunternehmung Lupp entscheidende Zeitvorteile bei der eng terminierten Rohbauerstellung.

Er soll der neue Hingucker in der hessischen Metropole werden: Der ca. 60 m hohe FAZ-Tower im Europaviertel besticht mit seiner außergewöhnlichen Architektur aus zwei schlanken Scheiben, die in Form eines doppelten „H“ aus der Achse gedreht und gegeneinander verschoben sind. UBM Deutschland (ca. 75%) und Paulus Immobilien (ca. 25%) haben den FAZ-Tower, der noch in 2022 der Frankfurter Allgemeinen Zeitung übergeben werden soll, entwickelt und die Fa. Lupp mit den Rohbauarbeiten betraut. Unmittelbar an den Tower angrenzend lassen UBM und P² mit dem „Timber-Pioneer“ (www.timber-pioneer.de) das erste Bürohaus in Holzbauweise in Frankfurt am Main entstehen.

Die herausstechende Geometrie des FAZ-Towers mit seinen 18 Stockwerken (Bruttobürofläche: 27.300 m2) sowie die veranschlagt kurze Bauzeit verlangten nach speziellen Schalungslösungen: Zum einen legte das Lupp-Team Priorität auf eine besonders zügige Deckenherstellung bei extrem hoher Arbeitssicherheit; außerdem musste eine praktikable Lösung für die Herstellung der an beiden Gebäudeseiten auskragenden und gedrehten Geschosse gefunden werden. So die beiden großen Aufgabenstellungen an den Schalungslieferanten Hünnebeck.

Alle Potenziale nutzen

Für die Deckenherstellung der Regelgeschosse wählte man eine Kombination aus Topmax Stahlrahmendeckentisch für die Randbereiche und Topec Modulschalung für die Deckenmitte. Schnell war das Baustellenteam in die Routinen eingearbeitet und schaffte es, in kurzer Zeit die komplette Deckenfläche eines Geschosses einzuschalen, zu betonieren und auszuschalen – an beiden Gebäudeteilen. Voraussetzung war ein in Zusammenarbeit mit dem Baustellenteam entwickeltes raffiniertes Umsetz- und Stellkonzept, das genau vorgab, in welcher Reihenfolge die einzelnen Deckentische wo aus dem Gebäude herausgebracht und in der nächsten Ebene aufgestellt werden. „Wegen der engen Nischen zwischen den beiden Gebäudeteilen, wo keine große Gabel hereinpasste, mussten die 5,40 m langen Tische immer erst mit dem Verfahrwagen versetzen werden, damit dann die Gabel am äußeren Rand die Tische aufnehmen konnte“, erklärt das Baustellenteam die Platzproblematik.

Doch durch die im Vorhinein exakt erarbeitete Abfolge der Deckentischbewegungen konnte man viel Zeit sparen und die Deckenränder zügig einschalen. Um den Wiederholungsfaktor der Deckengeometrie von Ebene zu Ebene intensiv auszunutzen, wurden die Deckentische – wo immer möglich – als Doppel verbunden und inklusive Passflächen zum Umschalen der Stützen und Absturzsicherung umgesetzt. „Die gesamte Vorgehensweise war im Vorfeld überlegt und optimiert worden“, so das Baustellenteam.

Topec Modulschalung: sicher und schnell

In Kombination mit den Topmax Tischen kam an den inneren Deckenbereichen die handbedienbare Topec Modulschalung zum Einsatz. Das robuste Alu-System steht für ein besonders ergonomisches und schnelles Handling: Selbst die Topec Großtafeln (1,80 m x 1,80 m) werden vom sicheren Boden aus mit nur wenigen Handgriffen von maximal zwei Bedienern montiert bzw. demontiert: Tafel einhängen, hochschwenken, abstützen bzw. umgekehrt; eine besonders simple und schnelle Arbeitsweise, die auf der Frankfurter Tower-Baustelle viel Zeit sparte.

Für schwere Lasten: Infra-Kit

Eine weitere schalungstechnische Herausforderung beim Bau des FAZ Towers war die Herstellung der beiden auskragenden, gedrehten Gebäudebereiche. Ein Traggerüst hätte die dauerhafte Sperrung der benachbarten Straße erfordert – ein Ausschlusskriterium. Also hatte sich das Lupp Team frühzeitig für eine rückverankerte Konsollösung aus Stahlträgern entschieden, die die Lasten aus den auskragenden Deckenteilen ins Gebäude ableiten sollten. Hünnebeck steuerte den Aufbau der temporären Plattform bei: Träger aus dem modularen Baukastensystem Infra-Kit sowie Schwerlastrahmen bildeten die Basis der Arbeitsebene und mussten das Gewicht aus vier auskragenden Geschossen aufnehmen. Denn erst mit Herstellung der vierten Decke erlangte der auskragende Gebäudebereich seine Eigentragfähigkeit.

Zufriedene Rohbauer

Für das bauausführende Lupp-Team ist das Frankfurter Großprojekt eine hervorragende Referenz geworden: „Wir haben trotz schwieriger Zeiten und hoher Anforderungen den Terminplan sogar unterschreiten können“, so der Bauleiter. „Das von Hünnebeck erarbeitete Deckenschalkonzept ist ein entscheidender Faktor für diesen Erfolg gewesen.“

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